| Antrag: | Konzept: Fachschafts-Unterstützungsformat der OstFaK |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Elias |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 26.04.2026, 13:28 |
Ä12 zu A1: Konzept: Fachschafts-Unterstützungsformat der OstFaK
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Arbeitstitel „OstFaK-Beistand“ „Fall-Labor“
Solidarische Problemlösung durch strukturierte Arbeitsgruppen und kollektive
Öffentlichkeit
1. Hintergrund und Kontext
Die OstFachschaftenKonferenz (OstFaK) Wirtschaftswissenschaften ist ein
Zusammenschluss wirtschaftswissenschaftlicher Fachschaften, die ursprünglich
nach dem Vorbild der Bundesfachschaftenkonferenz (BuFaK) gegründet wurde. Ihr
Fokus liegt auf der Vernetzung von Fachschaften aus den neuen Bundesländern
sowie – inzwischen zunehmend – aus strukturschwachen Regionen in ganz
Deutschland. Diese Fachschaften stehen häufig vor spezifischen
Herausforderungen, die von den Erfahrungen etablierter westdeutscher
Fachschaften nur bedingt abgedeckt werden.
Neben der Vernetzung und dem gegenseitigen Austausch erarbeitet die OstFaK
offene Briefe und Positionspapiere – sowohl für die BuFaK als auch direkt an
politische Akteure. Damit nimmt die OstFaK eine aktive hochschulpolitische Rolle
ein und versteht sich als kollektive Stimme strukturschwacher Fachschaften.
2. Zielsetzung des neuen Formats
Das neue Format hat das Ziel, einzelne Fachschaften bei der Lösung konkreter,
regionaler oder struktureller Probleme an ihrer Hochschule aktiv zu
unterstützen. Während bisherige Formate der OstFaK primär auf übergeordneten
hochschulpolitischen Ebenen wirken, adressiert dieses neue Format den
unmittelbaren Handlungsbedarf einzelner Fachschaften.
Konkret soll das Format folgende Ziele erfüllen:
Wissenstransfer: Erfahrungen und Best Practices anderer Fachschaften zu
ähnlichen Problemlagen nutzbar machen.
Kollektive Stärkung: Die betroffene Fachschaft durch das gemeinsame Auftreten
aller teilnehmenden Fachschaften in ihrer Position stärken.
Handlungsfähigkeit: Konkrete Argumentationsmittel (offene Briefe,
Erfahrungsberichte) bereitstellen, die gegenüber Hochschulorganen eingesetzt
werden können.
Solidarität: Ein Zeichen setzen, dass Probleme strukturschwacher
Hochschulstandorte nicht nur lokale, sondern gemeinsame Herausforderungen sind.
3. Zielgruppe und Voraussetzungen
Das Format richtet sich an alle Mitgliedsfachschaften der OstFaK sowie
perspektivisch an Fachschaften strukturschwacher Regionen, die Interesse an
einer Mitarbeit haben. Eine antragstellende Fachschaft muss folgende
Voraussetzungen erfüllen:
- Es liegt ein konkretes, regional oder strukturell bedingtes Problem vor,
das Handlungsbedarf erzeugt.
- Die Fachschaft ist bereit, den aktuellen Status quo des Problems
aufzuarbeiten und in der Arbeitsgruppe vorzustellen.
- Die Fachschaft erklärt sich bereit, den resultierenden offenen Brief als
Grundlage für eigene Gespräche mit Hochschulorganen zu nutzen.
Hinweis: Vorläufig sind strukturelle Probleme im Bereich Studienorganisation,
Prüfungswesen, Ressourcenausstattung oder Studierendenvertretung denkbar.
4. Ablauf des Formats
Das Format gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Phasen:
Phase 1 – Antragsstellung und Vorbereitung
Eine Fachschaft, die Unterstützung benötigt, stellt vor der OstFaK einen
formlosen Antrag. Dieser beschreibt das Problem in seinen wesentlichen Zügen:
Ausgangssituation, bisherige Lösungsversuche und konkrete Forderung bzw.
gewünschter Outcome. Der Antrag wird von der OstFaK-Orga geprüft und – nach
Bestätigung der Förderfähigkeit – in das Programm der nächsten OstFaK-Tagung
aufgenommen.
Phase 2 – Arbeitsgruppe auf der OstFaK-Tagung
Im Rahmen einer Arbeitsgruppe stellt die antragstellende Fachschaft das Problem
sowie den Status quo strukturiert vor. Die Arbeitsgruppe ermöglicht eine offene,
diskursive Auseinandersetzung aller teilnehmenden Fachschaften. Ziel der Session
ist:
- Informationsausgleich: Alle Teilnehmenden werden auf denselben
Wissensstand gebracht.
- Erfahrungsaustausch: Andere Fachschaften berichten von vergleichbaren
Situationen an ihren Hochschulen.
- Best-Practice-Sammlung: Erfolgreiche Ansätze und interne
Unterstützungsstrukturen (z. B. Dekanat, Prüfungsamt, Studierendenwerk)
werden identifiziert und dokumentiert.
- Kollektive Positionsfindung: Die OstFaK verständigt sich gemeinsam auf
Handlungsempfehlungen.
Phase 3 – Offener Brief und Übergabe
Im Anschluss an die Arbeitsgruppe wird gemeinsam ein offener Brief verfasst.
Dafür wird ein Zeitslot als Programmpunkt auf der Tagung eingerichtet. Dieser
wird im Namen der OstFaK sowie aller teilnehmenden Fachschaften unterzeichnet,
die den Inhalten zustimmen. Der Brief enthält:
- Eine Darstellung des Problems aus Sicht der betroffenen Fachschaft.
- Erfahrungsberichte und vergleichbare Fälle anderer Fachschaften.
- Konkrete Handlungsempfehlungen an die zuständigen Hochschulorgane.
- Ein klares Signal der solidarischen Unterstützung durch die OstFaK-
Gemeinschaft.
Der fertige Brief wird der antragstellenden Fachschaft übergeben, damit sie ihn
in eigenen Gesprächen mit dem Dekanat, dem Prüfungsamt oder anderen zuständigen
Stellen an ihrer Hochschule einsetzen kann.
5. Erwartete Wirkung und Mehrwert
Das Format entfaltet seine Wirkung auf drei Ebenen:
- Für die antragstellende Fachschaft: Sie erhält ein kollektiv getragenes
Dokument, das ihre Argumentation gegenüber Hochschulorganen deutlich
stärkt. Statt als einzelne, möglicherweise wenig gehörte Stimme
aufzutreten, kann sie sich auf die solidarische Unterstützung eines
länderübergreifenden Netzwerks berufen.
- Für die OstFaK-Gemeinschaft: Der Austausch über konkrete Problemlagen
vertieft die Vernetzung, fördert das gegenseitige Verständnis und baut
kollektives Wissen über strukturelle Herausforderungen an Hochschulen auf.
- Für die hochschulpolitische Öffentlichkeit: Wiederkehrende Muster in den
Problemberichten können langfristig zu übergreifenden Positionspapieren
oder politischen Forderungen der OstFaK verdichtet werden.
- Es schafft einen messbaren Outcome für die Arbeit auf den Tagungen.
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6. Offene Punkte und nächste Schritte
Folgende Aspekte müssen im Rahmen der OstFaK noch beschlossen bzw. ausgearbeitet
werden:
- Definition förderungsfähiger Problemarten: Welche Themenfelder werden
zugelassen? (z. B. nur strukturelle Probleme oder auch individuelle
Konflikte mit Hochschulorganen?)
- Antragsverfahren: Wie und bis wann muss ein Antrag gestellt werden? Gibt
es eine schriftliche Vorlage?
- Redaktionsprozess für den offenen Brief: Wer koordiniert die Formulierung?
Gibt es eine feste Arbeitsgruppe oder wird ad hoc gearbeitet? Die
Ausrichtenden
- Unterzeichnung: Wie wird die Zustimmung der teilnehmenden Fachschaften
formalisiert (Beschluss im Plenum, individuelle Unterzeichnung etc.)?
Abschlussplenum
- Evaluation: Wie wird gemessen, ob das Format der antragstellenden
Fachschaft tatsächlich geholfen hat?
7. Nächste Schritte
Als unmittelbare nächste Schritte werden empfohlen:
- Beschluss des Formats auf der nächsten OstFaK-Tagung (Konzept zur
Abstimmung vorlegen).
- Einrichtung einer kleinen Redaktionsgruppe (2–3 Personen) für die
Ausarbeitung des Antragsformulars und der Briefvorlage.
- Festlegung der förderungsfähigen Problemarten in einem ergänzenden
Beschlussdokument.
- Pilotdurchlauf: Einladung einer interessierten Fachschaft, das Format auf
der nächsten Tagung erstmalig zu erproben.