Änderungen von A1 zu A1
| Ursprüngliche Version: | A1 (Version 2) |
|---|---|
| Status: | Modifiziert |
| Eingereicht: | 26.04.2026, 12:43 |
| Neue Version: | A1 (Version 3) |
|---|---|
| Status: | Modifiziert |
| Eingereicht: | 26.04.2026, 12:46 |
Titel
Ostfak Paper
Zu:
Konzept: Fachschafts-Unterstützungsformat der OstFaK
Antragstext
In Zeile 1:
Ferdi is n süß
Arbeitstitel „OstFaK-Beistand“ „Fall-Labor“
Solidarische Problemlösung durch strukturierte Arbeitsgruppen und kollektive Öffentlichkeit
1. Hintergrund und Kontext
Die Wirtschaftswissenschaften OstFachschaftenkonferenz (OstFaK) ist ein Zusammenschluss wirtschaftswissenschaftlicher Fachschaften, der ursprünglich nach dem Vorbild der Bundesfachschaftenkonferenz (BuFaK) gegründet wurde. Ihr Fokus liegt auf der Vernetzung von Fachschaften aus den neuen Bundesländern sowie – inzwischen zunehmend – aus strukturschwachen Regionen in ganz Deutschland. Diese Fachschaften stehen häufig vor spezifischen Herausforderungen, die von den Erfahrungen etablierter westdeutscher Fachschaften nur bedingt abgedeckt werden.
Neben der Vernetzung und dem gegenseitigen Austausch erarbeitet die OstFaK offene Briefe und Positionspapiere – sowohl für die BuFaK als auch direkt an politische Akteure. Damit nimmt die OstFaK eine aktive hochschulpolitische Rolle ein und versteht sich als kollektive Stimme strukturschwacher Fachschaften.
2. Zielsetzung des neuen Formats
Das neue Format hat das Ziel, einzelne Fachschaften bei der Lösung konkreter, regionaler oder struktureller Probleme an ihrer Hochschule aktiv zu unterstützen. Während bisherige Formate der OstFaK primär auf übergeordneten hochschulpolitischen Ebenen wirken, adressiert dieses neue Format den unmittelbaren Handlungsbedarf einer einzelnen Fachschaft.
Konkret soll das Format folgende Ziele erfüllen:
Wissenstransfer: Erfahrungen und Best Practices anderer Fachschaften zu ähnlichen Problemlagen nutzbar machen.
Kollektive Stärkung: Die betroffene Fachschaft durch das gemeinsame Auftreten aller teilnehmenden Fachschaften in ihrer Position stärken.
Handlungsfähigkeit: Konkrete Argumentationsmittel (offene Briefe, Erfahrungsberichte) bereitstellen, die gegenüber Hochschulorganen eingesetzt werden können.
Solidarität: Ein Zeichen setzen, dass Probleme strukturschwacher Hochschulstandorte nicht nur lokale, sondern gemeinsame Herausforderungen sind.
3. Zielgruppe und Voraussetzungen
Das Format richtet sich an alle Mitgliedsfachschaften der OstFaK sowie perspektivisch an Fachschaften strukturschwacher Regionen, die Interesse an einer Mitarbeit haben. Eine antragstellende Fachschaft sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Es liegt ein konkretes, regional oder strukturell bedingtes Problem vor, das Handlungsbedarf erzeugt.
- Die Fachschaft ist bereit, den aktuellen Status quo des Problems aufzuarbeiten und in der Arbeitsgruppe vorzustellen.
- Die Fachschaft erklärt sich bereit, den resultierenden offenen Brief als Grundlage für eigene Gespräche mit Hochschulorganen zu nutzen.
Hinweis: Vorläufig sind strukturelle Probleme im Bereich Studienorganisation, Prüfungswesen, Ressourcenausstattung oder Studierendenvertretung denkbar.
4. Ablauf des Formats
Das Format gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Phasen:
Phase 1 – Antragsstellung und Vorbereitung
Eine Fachschaft, die Unterstützung benötigt, stellt bei der OstFaK einen formlosen Antrag. Dieser beschreibt das Problem in seinen wesentlichen Zügen: Ausgangssituation, bisherige Lösungsversuche und konkrete Forderung bzw. gewünschter Outcome. Der Antrag wird von der OstFaK-Orga geprüft und – nach Bestätigung der Förderfähigkeit – in das Programm der nächsten OstFaK-Tagung aufgenommen.
Phase 2 – Arbeitsgruppe auf der OstFaK-Tagung
Im Rahmen einer Arbeitsgruppe stellt die antragstellende Fachschaft das Problem sowie den Status quo strukturiert vor. Die Arbeitsgruppe ermöglicht eine offene, diskursive Auseinandersetzung aller teilnehmenden Fachschaften. Ziel der Session ist:
- Informationsausgleich: Alle Teilnehmenden werden auf denselben Wissensstand gebracht.
- Erfahrungsaustausch: Andere Fachschaften berichten von vergleichbaren Situationen an ihren Hochschulen.
- Best-Practice-Sammlung: Erfolgreiche Ansätze und interne Unterstützungsstrukturen (z. B. Dekanat, Prüfungsamt, Studierendenwerk) werden identifiziert und dokumentiert.
- Kollektive Positionsfindung: Die OstFaK verständigt sich gemeinsam auf Handlungsempfehlungen.
Phase 3 – Offener Brief und Übergabe
Im Anschluss an die Arbeitsgruppe wird gemeinsam ein offener Brief verfasst. Dafür wird ein Zeitslot als Programmpunkt auf der Tagung eingerichtet. Dieser wird im Namen der OstFaK sowie aller teilnehmenden Fachschaften unterzeichnet, die den Inhalten zustimmen. Der Brief enthält:
- Eine Darstellung des Problems aus Sicht der betroffenen Fachschaft.
- Erfahrungsberichte und vergleichbare Fälle anderer Fachschaften.
- Konkrete Handlungsempfehlungen an die zuständigen Hochschulorgane.
- Ein klares Signal der solidarischen Unterstützung durch die OstFaK-Gemeinschaft.
Der fertige Brief wird der antragstellenden Fachschaft übergeben, damit sie ihn in eigenen Gesprächen mit dem Dekanat, dem Prüfungsamt oder anderen zuständigen Stellen an ihrer Hochschule einsetzen kann.
5. Erwartete Wirkung und Mehrwert
Das Format entfaltet seine Wirkung auf drei Ebenen:
- Für die antragstellende Fachschaft: Sie erhält ein kollektiv getragenes Dokument, das ihre Argumentation gegenüber Hochschulorganen deutlich stärkt. Statt als einzelne, möglicherweise wenig gehörte Stimme aufzutreten, kann sie sich auf die solidarische Unterstützung eines bundesweiten Netzwerks berufen.
- Für die OstFaK-Gemeinschaft: Der Austausch über konkrete Problemlagen vertieft die Vernetzung, fördert das gegenseitige Verständnis und baut kollektives Wissen über strukturelle Herausforderungen an Hochschulen auf.
- Für die hochschulpolitische Öffentlichkeit: Wiederkehrende Muster in den Problemberichten können langfristig zu übergreifenden Positionspapieren oder politischen Forderungen der OstFaK verdichtet werden.
- Es schafft einen messbaren Outcome für die Arbeit auf den Tagungen.
6. Offene Punkte und nächste Schritte
Folgende Aspekte müssen im Rahmen der OstFaK noch beschlossen bzw. ausgearbeitet werden:
- Definition förderungsfähiger Problemarten: Welche Themenfelder werden zugelassen? (z. B. nur strukturelle Probleme oder auch individuelle Konflikte mit Hochschulorganen?)
- Antragsverfahren: Wie und bis wann muss ein Antrag gestellt werden? Gibt es eine schriftliche Vorlage?
- Redaktionsprozess für den offenen Brief: Wer koordiniert die Formulierung? Gibt es eine feste Arbeitsgruppe oder wird ad hoc gearbeitet? Die Ausrichtenden
- Unterzeichnung: Wie wird die Zustimmung der teilnehmenden Fachschaften formalisiert (Beschluss im Plenum, individuelle Unterzeichnung etc.)? Abschlussplenum
- Evaluation: Wie wird gemessen, ob das Format der antragstellenden Fachschaft tatsächlich geholfen hat?
7. Nächste Schritte
Als unmittelbare nächste Schritte werden empfohlen:
- Beschluss des Formats auf der nächsten OstFaK-Tagung (Konzept zur Abstimmung vorlegen).
- Einrichtung einer kleinen Redaktionsgruppe (2–3 Personen) für die Ausarbeitung des Antragsformulars und der Briefvorlage.
- Festlegung der förderungsfähigen Problemarten in einem ergänzenden Beschlussdokument.
- Pilotdurchlauf: Einladung einer interessierten Fachschaft, das Format auf der nächsten Tagung erstmalig zu erproben.